(T)Raeume

(T)raeume

faengt man nicht

(T) raeume spinnen seidenen Faeden

(T) raeume verrinnen in der Unzeit

(T) raeume ver-ruecken die Gegenwart

(T) raeume verjuengen das Alter

(T) raeume werden illusorische Wirklichkeit

(T) raeume verwerfen falsche Vorstellungen

(T) raeume lassen Hoffnung

(t)raeumen

Mirjamnur

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Das Leben

das Leben ist traurig

voller Schmerz

sinnlos

leer

Wuetend schmeisse ich

die Spieldose der Vergangenheit

in die Ecke

sie zerschellt mit lautem Klirren

in hundertausend Splitter

Splitter im Auge Gottes

Er nimmt sie sanft

und setzt sie zusammen

zu einem anderen Lied

das gesungen werden kann.

 

Staunend 

empfange ich 

die Liebe

 der Hoffnung

Es bleibt nur ein stammelndes

Danke

                                           Mirjamnur

Abschied


Die Seele weint Blut

es tropft

auf die aufgestapelten Tuecher

hunderte

sie saugen sich voll

blutrot

triefend

 

satt.

 

Die Seele ist leergeweint.

Weder Blut noch Wasser

ergiessen sich mehr.

Weiss und leer

stehe ich daneben

 

Was nun?

 

Ich nehme die Tuecher

voller Blut

eklig

schwer

schlecht

und

 

schmeisse sie weg

 

Einfach so

Adieu

Auf nimmerwiedersehen

 

Mirjamnur

Meine Engel

Ihr liegt vor mir

drei schlafende Engel

unter einer Decke

in den Weiten des Schlafs

 

Ihr liegt vor mir

so unschuldig und rein

nicht gewahr des Krieges

der um euch herum tobt

 

Ihr liegt vor mir

nichts wissend von meinem Entschluss

euch zu verlassen

 

mein Herz zerbrochen

in der Verzweiflung dieses Schmerzes

Schreie weil ungehoert 

die lautlos verhallen

 

frei zu gehen 

und doch gefangen

mirjamnur