Die Entstehung des Christus-Mythus

 Der christliche Kult gewann Boden, nicht weil sein Dogma und seine Verheißung irgendwelche neuen Momente enthielt, sondern im Gegenteil gerade deshalb, weil beides bei vielen heidnischen Kulten die genauesten Parallelen aufzuweisen hatte. Seine Entwicklung wurde tatsächlich dadurch gefördert, dass er sich aus diesen immer neue Details aneignete. Man kann es Schritt für Schritt verfolgen, wie er die Mysterien, die Wunder und die Mythen der populären heidnischen Religionen adoptierte. Die Auferstehung Jesu geschieht wie die des Mithras aus einem Felsengrab. Und bei der heiligen Mahlzeit der Zwölf, wie sie im letzten Abendmahl dargestellt ist, wird im vierten Evangelium eine Episode erzählt, die den im Heidentum häufigen Brauch heiliger Mahlzeiten von sieben Teilnehmern verkörpert. Durch ein Wunder lässt man Christus Wasser in Wein verwandeln, wie es seit undenklichen Zeiten bereits von Dionysos geglaubt worden war. Jesus geht auf dem Wasser wie Poseidon; wie Osiris und Phöbus Apollo schwingt er die Geißel. Wie der Sonnen-Dionysos reitet er auf zwei Eseln und speist er die Massen in der Wüste. Wie Äskulap erweckt er Menschen vom Tode, gibt den Blinden das Augenlicht wieder und heilt die Kranken. Und wie Attis und Adonis wird er von Frauen betrauert und bei seiner Auferstehung von ihnen mit Freuden begrüßt. Wo die Parallele nicht vollständig ist, finden wir trotzdem noch heidnische Mythen, die Anlass zu christlichen wurden; denn das Märchen von der Versuchung Jesu ist nur eine neue Auflage eines oft kopierten altbabylonischen astronomischen Symbols, bei dem der Ziegengott (das Zeichen des Steinbocks) neben dem Sonnengott steht, — eine Szene, die von den Griechen in die Mythen von Pan, der den Jupiter auf den Gipfel eines Berges führt, von Pan und Marsyas, die mit Apollo konkurrieren, und von Silen, der den Dionysos unterweist, verwandelt worden sind. Zu alledem kommt, dass Christus in derselben Weise wie das von Ewigkeit geliebte göttliche Kind der alten Welt geboren wird. Er muss eine Jungfrau zur Mutter haben, und er muss in Windeln in der Krippe gezeichnet werden, ein Zug, der aus dem grauesten Altertum im Mythus des Jon und im Kultus des Dionysos aufbewahrt ist, bei dem das Bild des göttlichen Kindes in Prozession einhergetragen wurde. Wie Horos müsste er in einem Stall geboren werden, dem Tempel der heiligen Kuh, die das Symbol der jungfräulichen Göttin Isis, der Himmelsgöttin, war. Die apokryphischen Evangelien vervollständigten die heidnische Parallele dadurch, dass sie aus dem Stall eine Höhle machten, die die Geburtsstätte des Zeus, des Mithras, des Dionysos, des Adonis, des Hermes und des Horos ist. Aus Klugheit ließ man dieses letztere Detail aus den kanonischen Evangelien fort; aber es wurde ein Stück des populären Glaubens. Und der Geburtstag Christi war von dem gemeinen Volk schon längst ganz naiv auf den 25. Dezember, den Tag der Wintersonnenwende, den Geburtstag des Sonnengottes gelegt worden, ehe es die Kirche wagte, diesen Brauch sich anzueignen. Indessen blieben auch jüdische Manipulationen nicht aus. Ist Jesus von einer Jungfrau geboren, so doch nach der Art jüdischer Theosophie; denn der »Geist Gottes«beschattete genau so die Maria, wie er in der Genesis über der Tiefe schwebte, die alles gebar. War Jesus ferner ein jüdischer Messias, ehe er ein heidnischer und samaritanischer Christus wurde, so musste er möglichst vielen messianischen Erfordernissen genügen. Er musste vom Stamme Davids sein und in Bethlehem geboren werden; insofern aber die jüdische Tradition sowohl einen Messias, der ein Sohn Davids, als auch einen Messias, der ein Sohn Josephs sein sollte, erwartete, — das letztere war wahrscheinlich ein samaritanisches Erfordernis —, so wurde Jesus durch seine königliche Herkunft zum Sohne Davids und durch seinen vermeintlichen Vater zum Sohne Josephs gemacht. Da es nun aber andrerseits Messiasgläubige gab, die meinten, es sei nicht nötig, dass der »erwählte Eine« von David abstamme, so wurde in die Evangelien eine Geschichte eingefügt, nach der Jesus diese Herkunft abweist. Auf diese Weise fanden beide Theorien, die einander ausschlossen, im Evangelienkodex Aufnahme, ohne dass man sich daran störte und ohne dass man glaubte, eine Erklärung dafür nötig zu haben. Auf dieselbe Art ließen die Asketen der christlichen Bewegung den Menschensohn arm und heimatlos erscheinen, während ihre Gegner aus ihm einen Weintrinker machten, der allezeit bereit ist, mit den Zöllnern und Sündern zu Tische zu sitzen. Den Juden gegenüber war es nötig, dass er, ganz wie Elias und Elisa im Alten Testament, den Sohn der Witwe von den Toten erweckte. Das war eine hebräische Variante des heidnischen Mythus von der Erweckung des Attis und Adonis und des Kindes Horos und Dionysos, die dann noch einmal bei der Auferstehung Christi zum Vorschein kommt. Wie bei dem Mythus des Moses und den arabischen Mythen von der Geburt des Abraham und Daniel, so musste auch bei seiner Geburt eine Hinrichtung unschuldiger Kinder stattfinden. Und wiedertun, wie der geopferte, »eingeborene« Sohn des semitischen Gottes El und der geopferte Gottmensch des babylonischen Festes der Sacaea, so musste auch er bei seiner Kreuzigung die Insignien der Königswürde tragen. Es ist auch möglich, dass Barnabas, der »Sohn des Vaters«, als ein Rest derselben Vorstellungswelt und desselben rituellen Brauches zurückgeblieben ist; sein Name wurde in ganz ähnlicher Weise einer Erzählung einverleibt, die auch nicht ein einziges historisches Stück enthält. Und wie es sich mit den Tatsachen verhielt, so auch mit der Theorie. Im Osten hatte lange das mystische Dogma gegolten, dass der oberste Gott, der über alles Wissen und Verstehen hinausreicht, in einer Gottheit sich inkarniert hätte oder eine Gottheit, nämlich den Logos, oder das Wort im Sinn von Sendung oder geoffenbarter Vernunft, geschaffen hätte, die seine letzten Absichten bezüglich der Menschen kundtäte. Im mazdaistischen System, dem wahrscheinlich die Idee entstammt, war es Mithras, der Mittler; in der Theosophie der Ägypter war es Thoth; im Pantheon der Griechen Hermes, der Sohn der Maya und der Bote der Götter; und auch die Juden hatten sich seit langem den Gedanken angeeignet, teils dadurch, dass sie die Gottheit als den Logos in menschlicher oder Engelsgestalt erscheinen ließen (z. B. Gen. XV), teils in der Gestalt einer Personifizierung der Sophia, der Weisheit, wie in den Büchern des Predigers und der Sprüche Salomonis und in den alttestamentlichen Apokryphen, teils in der späteren Form einer theoretischen Lehre vom Logos, wie sie uns auf platonischer Basis in den Schriften des alexandrinischen Juden Philo zu Beginn der christlichen Ära entgegentritt. Im vierten Evangelium ist diese Lehre in einer entwickelteren Form summarisch dem christlichen Kult eingefügt worden, obgleich die drei synoptischen Evangelien keine Spur da¬von haben. Der neue Mythus wurde, wie alle andern, willkommen geheißen. Sie trugen sämtlich in gleicher Weise dazu bei, dass eine Gottheit entstand, die den Vergleich und die Konkurrenz mit den Gottheiten der übrigen damaligen Kulte aushielt. Die Doktrin folgte dem gleichen Gesetz der Assimilation. Die Lehre Christi musste notwendigerweise alle Phasen des religiösen Denkens jener Zeit, wie widerspruchsvoll sie auch waren, widerspiegeln. Zuerst hatte Jesus die jüdische Hoffnung von einem Himmelreich zu verkündigen und dabei die Forderungen der Armen zu betonen; er musste das baldige Kommen des jüdischen Gerichtstags und sein eigenes Amt bei der großen Katastrophe hervorheben; andrerseits aber wiederum musste er das Himmelreich als eine geistige Wandlung des Menschen darstellen, und schließlich musste er die Weisheit des Denkers verkündigen, der alle Täuschungen des Volkes durchschaut und erkannt hat: »Das Himmelreich ist mitten unter euch« — oder es ist nirgends. In dem einen Evangelium schließt er die Samaritaner von seiner Sendung aus; in einem anderen stellt er einen Samaritaner als Vorbild der Nächstenliebe hin; in einem dritten geht er persönlich unter die Samaritaner. Er wird in seiner Lehre so vielseitig wie Apollo und Dionysos in ihren Funktionen. Sogar wenn man ihn gegenüber jüdischem Aberglauben den gesunden Grundsatz aufstellen lässt, dass Menschen, welche öffentlichen Unglücksfällen zum Opfer fallen, darum noch nicht schlimmere Sünder sind als andere Menschen, so fügt eine spätere Hand ein Anhängsel hinzu, das seinerseits wiederum trotzdem den bekämpften reinen Aberglauben von neuem bestätigt. Jede innerhalb der Grenzen der damaligen jüdischen und heidnischen Ideale mögliche Spielart ethischer Anschauung wird ihm abwechselnd beigelegt. Ein um das andere Mal ist er Partikularist und Universalist, ein bigotter Jude und ein Kosmopolit, ein Freund des Volkes und ein Verächter seiner Unwissenheit, ein Verkündiger der Feindesliebe und ein strenger Ankläger seiner Gegner. In einem Atemzuge verlangt er unbegrenztes Verzeihen und härteste Strafe gegen störrische Brüder, äußerste Erfüllung der Vorschriften des mosaischen Gesetzes und dessen Aufhebung. Abwechselnd verspricht und verneint er irdische Segnungen, bekennt er und verschweigt er den Glauben an sein Messiastum, bald befiehlt er seinen Hörern die Stille, bald die Öffentlichkeit, bald seinen Schülern blinden Glauben, bald schlichte Werke der Liebe, — er ist ein heterogenes Produkt, das hundert verschiedene betrügerische Hände geschaffen haben, ein Gemisch von Stimmen, wie es in einer Persönlichkeit niemals vorhanden war und vorhanden sein konnte. Durch seine übernatürlichen Werke sprechen zu uns die kämpfenden Sekten und Ideale von drei Jahrhunderten: Weisheit und Sinnenwahn, Milde und Härte reden abwechselnd in seinem Namen. Genau wie viele Geschlechter jüdischer Lehrer alle ihre wechselnden Ratschläge mit einem: »So spricht der Herr« eingeleitet hatten, genau so suchten ihre christlichen Nachfolger ihre Lieblingsdogmen, ihre strengen Vorurteile und ihre besseren Eingebungen mit dem Bilde und der Aufschrift des neuen Logos, des immer größer wachsenden Gottes einer sich wandelnden Welt zu decken. Das spätere Produkt ist daher ebenso unwirklich als das frühere. Es sind lediglich Vorurteile, die Folge eines Mythenglaubens, wenn ein solches Wachstum unwahrscheinlich oder unmöglich erscheint, oder wenn man glaubt, dass nur etwas über die Moralität Hinausgehendes die reiche Entfaltung des christlichen Systems erklären könnte. Dem, der den Strom der Geschichte nur in der weiten und bevölkerten Ebene schaut, wird es schwer zu verstehen, dass seine Quellen in winzigen Rinnsalen und zufälligen Wässerchen fern liegender Bergländer liegen. Aber trotzdem ist es Tatsache, dass es sich mit dem Ursprung der großen Ströme so verhält.

Quelle:  Geschichte des Christentums. Von John M. Robertson. Frankfurt a.M. 1910. Neuer Frankfurter Verlag G. m. b. H.

gesehen : http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/robertson_john_g.htm~main2

 

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Pagan Sun Worship and Catholicism

The Sunburst Image, the Queen of Heaven and Baal.


Here you see a ceiling decoration in the Sala delle Arti Liberali. It is the coat of arms for the Borgia Pope (Alexander VI, 1492-1503).

From the book Art Treasures of the Vatican © 1974 by Smeets Offset B.V. Prentice-Hall, Inc.

It consists of the 3-tiered Papal Tiara, and the keys to the kingdom, common symbols of Papal authority. The pagan sunburst predominates around the coat of arms as shown on the overview at right. Notice the animal on the left side of the shield? That is a golden bull, the heraldic animal of the Borgia family. It is more than just a little reminiscent of the golden calf the Israelites made at Sinai. Sunbursts and images of golden bulls. How much more pagan can you get?

The Apis bull, as depicted in this Egyptian statuette, is likely to be the pattern used for the golden calf the Israelites made at Mount Sinai (Exo. 32), since they were undoubtedly quite familiar with it as a result of their long captivity in Egypt. Note the sun disk on the head, and the serpent in front of the sun disk. In Scripture the serpent is symbolic of Satan. (Gen 3, Rev. 12:9) The British Museum
At left is the central scene of the „Coronation of the Virgin“, painted around 1444 by Filippo Lippi. Mary is being crowned as the Queen of Heaven, which is a title conferred on Mary by Catholicism. One document where this can be found is INEFFABILIS DEUS, the Apostolic Constitution Defining the Dogma of the Immaculate Conception, of Pope Pius IX, December 8th, 1854. It closes with the following paragraph- (emphasis is mine)

Let all the children of the Catholic Church, who are so very dear to us, hear thee words of ours. With a still more ardent zeal for piety, religion, and love, let them continue to venerate, invoke and pray to the most Blessed Virgin Mary, Mother of God, conceived without original sin. Let them fly with utter confidence to the most sweet Mother of mercy and grace in all dangers, difficulties, needs, doubts and fears. Under her guidance, under her patronage, under her kindness and protection, nothing is to be feared; nothing is hopeless. Because, while bearing toward us a truly motherly affection and having in her care the work of our salvation, she is solicitous about the whole human race. And since She has been appointed by God to be the Queen of heaven and earth, and is exalted above all the choirs of angels and saints, and even stands at the right hand of her only-begotton Son, Jesus Christ our Lord, she presents our petitions in a most efficacious manner. What she asks, she obtains. Her pleas can never be unheard.

In 1954, Pope Pius XII officially declared Mary the Queen of Heaven. Here is the full text of his encyclical AD CAELI REGINAM.

There has been a complete substitution of Mary for Jesus, in the work of our salvation, and in whom we pray to in times of need. The impression is that Mary will listen, but God is cold and unapproachable. Mary will grant your wishes, when God might otherwise reject them, and God is bound by the will of Mary. Salvation is obtained from Mary and God will rubberstamp her decisions. There is a word for this, it is AntiChrist. (The word anti means in place of, or substitution, as well as against.)

Another place this can be found is in The Dogmatic Constitution on the Church (LUMEN GENTIUM) by Pope Paul VI, November 21, 1964, paragraph 59- (emphasis is mine)

… Finally, the Immaculate Virgin, preserved free from all guilt of original sin, on the completion of her earthly sojourn, was taken up body and soul into heavenly glory, and exalted by the Lord as Queen of the universe, that she might be the more fully conformed to her Son, the Lord of lords and the conqueror of sin and death.

The last part of that sentence (that she might be the more fully conformed to her Son) can be rephrased as follows … that she might be more like her Son… As I said, this is plainly AntiChrist. This paragraph from LUMEN GENTIUM was most recently quoted and reaffirmed in the Vatican’s new Catechism, paragraph 966.

Here is the full text of LUMEN GENTIUM online at EWTN.


(NOTE: Official Roman Catholic Documents are usually published first in Latin, and then later translated to other languages. Some translations can vary slightly in their wording. Such is the case with paragraph 59 of LUMEN GENTIUM. The printed document I have and the version available online at EWTN are slightly different. One refers to Mary as Queen of the universe, the other says she is the Queen over all things.)


There is even a rite in the Catholic Church that involves crowning statues (idols) of Mary as the Queen of heaven. Once placed on a statue, the crown remains permanently.Here is the crowned statue of Mary in the Notre Dame du Cap, Cap-de-la-Madeleine, Quebec, Canada. Crowned in 1904 at the orders of Pope Pius X, it is the only statue of Mary to be crowned in all of Canada. The title of Queen of Heaven can also be found in scripture, but not in reference to Mary-
From the book „Miraculous Images of Our Lady“, by Joan Carroll Cruz -Copyright © 1993, TAN Books and Publishers, INC., Rockford, Illinois 61105.

Jer 7:18 The children gather wood, and the fathers kindle the fire, and the women knead their dough, to make cakes to the queen of heaven, and to pour out drink offerings unto other gods, that they may provoke me to anger.

Jer 44:17 But we will certainly do whatsoever thing goeth forth out of our own mouth, to burn incense unto the queen of heaven, and to pour out drink offerings unto her, as we have done, we, and our fathers, our kings, and our princes, in the cities of Judah, and in the streets of Jerusalem: for then had we plenty of victuals, and were well, and saw no evil. Jer 44:18 But since we left off to burn incense to the queen of heaven, and to pour out drink offerings unto her, we have wanted all things, and have been consumed by the sword and by the famine. Jer 44:19 And when we burned incense to the queen of heaven, and poured out drink offerings unto her, did we make her cakes to worship her, and pour out drink offerings unto her, without our men?

The Queen of Heaven, if you check in most any commentary, is none other than Ishtar, Ashtoreth, or Astarte the very pagan goddess that Israel worshipped when they fell into apostasy and paganism-

Judg 2:13 And they forsook the LORD, and served Baal and Ashtaroth.

In the apocryphal book of Baruch, which is considered to be inspired scripture by the Catholic Church, we find a very interesting description of the pagan practices of the Babylonians, who at the time held the Jews in captivity. The following quotation is from the Catholic Douay Rheims Bible:

Baruch 6:3 But now, you shall see in Babylon gods of gold, and of silver, and of stone, and of wood borne upon the shoulders, causing fear to the Gentiles. Baruch 6:4 Beware therefore that you imitate not the doings of others, and be afraid, and the fear of them should seize upon you. Baruch 6:5 But when you see the multitude behind, and before, adoring them, say you in your hearts: Thou oughtest to be adored, O Lord. Baruch 6:6 For my angel is with you: And I myself will demand an account of your souls. Baruch 6:7 For their tongue that is polished by the craftsman, and themselves laid over with gold and silver, are false things, and they cannot speak. Baruch 6:8 And as if it were for a maiden that loveth to go gay: so do they take gold and make them up. Baruch 6:9 Their gods have golden crowns upon their heads; whereof the priests secretly convey away from them gold, and silver, and bestow it on themselves.

So clearly it was the practice of the pagan Babylonians to crown the statues of their gods. This Pagan practice has also been adopted by the Roman Catholic Church.

Below you see John Paul II himself, bowing down and paying homage to crowned statues of Mary, the „Queen of Heaven“, in direct violation of the Commandments of God:

Exo 20:4 Thou shalt not make unto thee any graven image, or any likeness of any thing that is in heaven above, or that is in the earth beneath, or that is in the water under the earth:Exo 20:5 Thou shalt not bow down thyself to them, nor serve them: for I the LORD thy God am a jealous God, …
From the „Be Not Afraid“ series of videos, Copyright ©1992, Apostolate for Family Consecration

Here is a better photo of John Paul II bowing down before a crowned statue of Mary in front of St. Peter’s Cathedral in an ACT OF CONSECRATION TO THE IMMACULATE HEART OF MARY.

Dan 11:38 But in his estate shall he honour the God of forces: and a god whom his fathers knew not shall he honour with gold, and silver, and with precious stones, and pleasant things.This statue of Mary and the Christ child is in the Church of the Virgin of the Pillar, Zaragoza, Spain. The wooden 15 inch high statue stands on a six foot high jasper pillarcovered with gold, silver and bronze. Around the statue is a field of 148 stars, 80 of which are studded with jewels.
Images from the book „Miraculous Images of Our Lady“, by Joan Carroll Cruz -Copyright © 1993, TAN Books and Publishers, INC., Rockford, Illinois 61105.
On occasion this statue is also draped with a gold embroidered cape which is heavily studded with jewels, and a golden aureole is added around the jewel encrusted sunburst halo. La Virgen del Pilar NUESTRA SEÑORA DEL PILAR

Below on the left is a typical depiction of „The Blessed Virgin Mary“, the „Queen of Heaven“, with a quite sizeable sunburst behind her head and the children of Fatima kneeling at her feet. The sunburst has become quite pervasive in the various forms of Catholic religious imagery. The sunburst is also referred to as an aureole, nimbus, or halo, and is a very common device to designate divinity or holiness in various forms of religious art. A sun worshipping pagan entering a Catholic cathedral for the first time would immediately recognize his god, the sun, in virtually every painting or icon, and feel right at home.

Our Lady of Fatima The goddess Isis of Egypt, the sun disk above her head, with the infant Horus. The British Museum.
Above – coin of the pagan emperor Constantine I, inscribed on the reverse with SOLI INVICTO COMITI – Sol, Invincible Comrade (of Constantine ) with the sun god wearing a rayed solar crown, and one hand raised in blessing, the other hand holding a globe.

Catholics acknowledge the pagan origin of the aureole / nimbus / halo:

   Why is a halo put on the head of a statue of a Saint, and what is its symbolic meaning?    The halo, or circle, which is supposed to represent a ring of light, is symbolic of the light of grace bestowed by God. It may be regarded in art as the development of the aureole, the nimbus and the gloria.    The aureole is a cloud or glow of light in oval form surrounding the whole figure. The nimbus is a cloud or glow of light around the head. The gloria is light emanating from the body.    The halo or nimbus around the head of Christ is symbolic of His divinity.    The pagans used such devices before the Christian Era to signify power and majesty or prominence. Even in the Christian Era the symbols were used for famous personages, but Pope Urban III (1623- 1644) forbade the use of the nimbus for persons who are not at least beatified.

Source:  The Catholic Universe Bulletin, Official Newspaper of the Cleveland Diocese, August 14th, 1942, The Question Box.


In the plastic arts (painting and sculpture) the symbolism of the nimbus was early in use among the pagans who determined its form. In the monuments of Hellenic and Roman art, the heads of the gods, heroes, and other distinguished persons are often found with a disc-shaped halo, a circle of light, or a rayed-fillet. They are, therefore, associated especially with gods and creatures of light such as the Phoenix. The disc of light is likewise used in the Pompeian wall paintings to typify gods and demigods only, but later, in profane art it was extended to cherubs or even simple personifications, and is simply a reminder that the figures so depicted are not human. In the miniatures of the oldest Virgil manuscript all the great personages wear a nimbus. The custom of the Egyptian and Syrian kings of having themselves represented with a rayed crown to indicate the status of demigods, spread throughout the East and the West. In Rome the halo was first used only for deceased emperors as a sign of celestial bliss, but afterwards living rulers also were given the rayed crown, and after the third century, although not first by Constantine, the simple rayed nimbus. Under Constantine the rayed crown appears only in exceptional cases on the coin, and was first adopted emblematically by Julian the Apostate. Henceforth the nimbus appears without rays, as the emperors now wished themselves considered worthy of great honour, but no longer as divine beings. In early Christian art, the rayed nimbus as well as the rayless disc were adopted in accordance with tradition. The sun and the Phoenix received, as in pagan art, a wreath or a rayed crown, also the simple halo. The latter was reserved not only for emperors but for men of genius and personifications of all kinds, although both in ecclesiastical and profane art, this emblem was usually omitted in ideal figures. In other cases the influence of ancient art tradition must not be denied.

Source: The Catholic Encyclopedia, 1913 edition, online – Nimbus.

Here is a web page with a number of pictures of statues and paintings of Mary. Note that many contain a sunburst and portray Mary as the crowned „Queen of Heaven“:

The MaryTalk Picture Gallery


Note the following pictures that each contain pagan sun images.

Church of St. Catherine of Alexandria in Bethlehem. St. Catherine’s in Bethlehem (at night). The Cloister window in Bethlehem. Traditional birthplace of Jesus – Basilica of the Nativity, Bethlehem. Bethlehem homepage for the above links.

Golgatha, Basilica of the Holy Sepulchre, Jerusalem. Homepage for the above link.

New sunburst dome for the Church of the Holy Sepulchre.


Judg 2:13 And they forsook the LORD, and served Baal and Ashtaroth.

Baal worship is sun worship, and Ashtoreth / Ishtar / Astarte is the queen of heaven. This is why there are so many sunburst images in Catholicism and why Mary is called the Queen of heaven. It is the apostasy of idol worship of Baal and Ashtaroth in the church – yet again.

It is as true today as it was then, just with different names.

Quelle: www.aloha.net

Wer hat die groessten Pyramiden der Welt?

When we speak of pyramids the first place that comes to mind is “Egypt,” as great and well-known pyramids are found there. Another set of Pyramids are found in Mexico, but the one in China which is less popular has the same concept as the other known pyramids, but are greater in height and was by far the largest pyramid in the world.

Located within 100 kilometers of the city of Xi’an, on the Qin Chuan Plains in the Shaanxi Province, Central China are ancient pyramids used as mausoleums and burial mounds to house the remains of several emperors and their imperial relatives. It has an astonishing height of 1,000 feet. It was multi-colored when built many millennia ago, and now is dusty white thus, it was called the “White Pyramid of China,” and there are approximately 100 of these pyramids there.

 

In 1912, Fred Meyer Schroder and Oscar Maman, both were travel agents, reported an incredible building that they had seen in China. According to their report the big pyramid is about 1,000 feet high and roughly 1,500 feet at the base, which makes it twice as large as any pyramid in Egypt. The four faces of the structure are oriented with the compass points.

 

During the Second World War, James Gaussman and his co-pilot of the American Air Force experienced a technical defect on their plane, and for several minutes they flew over a specific territory in China looking for a perfect place to land. Later he reported something completely unbelievable. He said „I banked to avoid a mountain and we came out over a level valley. Directly below was a gigantic white pyramid. It looked like something out of a fairy tale. It was encased in shimmering white. This could have been metal, or some sort of stone. It was pure white on all sides. The remarkable thing was the capstone, a huge piece of jewel-like material that could have been crystal. There was no way we could have landed, although we wanted to. We were struck by the immensity of the thing“.

On Emperor’s Shi Huangdi’s tomb, the pyramid’s interior is amazingly elaborate. The ceiling of the emperor’s tomb chamber is encrusted with thousands of glittering precious jewels to recreate the constellations of the heavens. The great seas and rivers were all imitated by means of flowing mercury, and there were machines which made it flow and circulate. On the floor the geography of the earth was represented. The emperor’s tomb chamber was meant to be a living replica of his empire, including both the earth and the heavens. The tomb was well-protected against grave robbers, with a range of hundreds of crossbows built with mechanical triggers targeted to kill anyone who broke into the tomb. For the other emperors, their tomb chambers are made different; all with different defenses also to guide the tombs from robbers.

The Pyramids of China will remain evidence of their glorious past, and one of the world’s amazing wonders in the field of archeology and a great place to visit and see.

***All images used are from Google Images

 

Quelle: http://archaeology.knoji.com/the-amazing-white-pyramid-of-china/

Pharao Echnaton und die Religion des Lichts

Pharao Amenhotep IV., der spätere Echnaton war der jüngere Sohn Amenhoteps III. und seiner Großen Königlichen Gemahlin Teje. Mit seiner Religionsstiftung, dem Bau seiner neuen Hauptstadt Achet-Aton und nicht zuletzt auch durch seine schöne Gemahlin Nofretete wurde Amenhotep IV./Echnaton zu einer der faszinierendsten Persönlichkeiten in der ägyptischen Königsgeschichte.
Mit seinem Namen verbindet sich der erste monotheistische Aufbruch in der Religionsgeschichte der Menschheit. Diese „kulturrevolutionäre“ Tat bedeutete für die meisten Zeitgenossen eine schwer erträgliche Erfahrung. Das „Trauma von Amarna“ hat der Ägyptologe Jan Assmann diesen Vorgang genannt, ein Trauma, das Verdrängung, verformte Erinnerungen und alle Formen kulturellen Abscheus zur Folge hatte. Tatsächlich ist Pharao Echnaton bis weit ins 19. Jahrhundert hinein vergessen geblieben.

Der König
Die Götter Ägyptens
Die neue Sonnentheologie
Der neue Stil
Die religiöse Revolution
Die politischen Folgen
Achet-Aton
Nofretete
Die Intoleranz des Aton-Glaubens
Der Aton und das Jenseits
Der Sonnengesang
Das Ende der Ära

Pharao Echnaton (Statue, Äg. Museum Kairo)

Für diesen Text wurde insbesondere Jan Assmanns „Ägypten – eine Sinngeschichte“ und Erik Hornungs „Die Religion des Lichts“ verwendet.

Der König

„Schön erscheinst du im Horizont des Himmels, du lebendige Sonne, die das Leben bestimmt! Du bist aufgegangen im Osthorizont und hast jedes Land mit deiner Schönheit erfüllt. Schön bist du, groß und strahlend, hoch über allem Land. …“

Mit diesen Worten beginnt der Große Sonnenhymnus des ägyptischen Pharao Echnaton . Um 1350 vor Chr. proklamierte dieser König den Sonnengott in seiner sichtbaren Gestalt als Sonnenscheibe, genannt Aton, zum alleinigen Gott. Ein beispielloser Vorgang! Er erklärte die vielfältige ägyptische Götterwelt kurzerhand für nicht-existent und ordnete einen neuen Glauben, eine neue Theologie an. Pharao Echnatons religöser Umsturz ist die erste Religionsstiftung in der Geschichte, und wie alle Religionsstiftungen ist sie monotheistisch. Dieser früheste Eingottglauben, der noch vor dem Alten Testament entstand, wurde erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt.

Der junge Amenhotep IV. Berlin, Äg. MuseumDie Ägypter selbst hatten dafür gesorgt, daß man Echnaton vollständig vergaß. Bereits zwei Generationen nach seiner Zeit wußte in Ägypten niemand mehr etwas von ihm. Kurz nach seinem Tod wurde sein Name aus den Königslisten gelöscht, seine Bauten und Inschriften vernichtet. Ganz offensichtlich wollte man jede Erinnerung an ihn vermeiden, ja man wollte so tun, als habe es diesen Pharao überhaupt nicht gegeben.
Wie konnte das geschehen? Was veranlaßte die Ägypter dazu, die Geschichte Echnatons und seines religiösen Aufbruchs so vollständig aus dem Gedächtnis zu löschen, daß man sie erst nach Tausenden von Jahren wieder zur Kenntnis nahm? Wer war dieser Pharao und warum wurde sein Glaube an einen einzigen Gott, ein einziges religiöses Prinzip, in Ägypten verfemt?

Ägypten erlebte im sogenannten Neuen Reich während der 18. Herrscherdynastie eine der großen Blütezeiten seiner Geschichte. Der Staat am Nil war Weltmacht geworden. Mächtige Herrscher mit Namen Thutmosis und Amenhotep hatten ein Großreich geschaffen und gesichert. Als Amenhotep III., der Vater Echnatons, über Ägypten herrschte, war das Land die bedeutendste Macht der Welt. Unter ihm entfaltete der königliche Hof in der Hauptstadt Theben unermeßliche Pracht. Der alte Pharao starb 1350 v. Chr. Sein Sohn bestieg als Amenhotep IV. den Thron. Noch ahnte niemand etwas von dem religiösen Sturm, den der neue König entfachen sollte.

Die Götter Ägyptens

Unzählige Göttinnen und Götter umgaben die Menschen Ägyptens. Jede Stadt besaß ihren Stadtgott, einzelne Götter waren zu landesweiter Bedeutung emporgestiegen. So herrschte der Gott Amun von Theben über ganz Ägypten. Er wurde meist in enger Verbindung mit dem mächtigen Sonnengott Re gesehen und galt als Amun-Re als größter der Götter. Den Handwerker- und Schöpfergott Ptah von Memphis verehrte man vielerorts, und der falkenköpfige Gott Horus wurde seit jeher durch den jeweils regierenden Pharao verkörpert. Ein kriegführender General verrichtete die Arbeit des Kriegsgottes Month. Den Intellektuellen, der des Lesens und Schreibens mächtig war, beschützte der Schreibergott Thoth . Für jeden Lebensbereich gab es Gottheiten, und jede war einzig in seiner Art. Vor jeder versicherte der Priester:

„Ich habe dein Wesen nicht dem eines anderen Gottes gleichgemacht.“

Rekonstruktion des Aton-TempelsIn den Tempeln waren die Götter gegenwärtig. Der Tempel selbst symbolisierte den Kosmos. Hier verrichteten die Priester Rituale, die dazu dienten, die Schöpfung aufrecht zu erhalten.
Auch den einfachen Bewohnern Ägyptens war klar, wie wichtig diese Rituale waren. Er mußte sich auf sie verlassen, das Leben jedes Menschen hing davon ab. Es spielte keine Rolle, daß nur Priester Zutritt zu den Tempeln hatten. Der gewöhnliche Sterbliche war den Göttern bei den großen Festen nahe. Dann nämlich, wenn die Statue des Gottes unter dem Jubel der Menschen durch die Straßen getragen wurde. Neben den großen gab es volkstümliche Gottheiten, die Orakelfragen beantworteten und Opfergaben annahmen.
Mögen den Ägyptern ihre Götter in noch so vielen Erscheinungsformen begegnet seien, auffallend ist es, daß in ihren Weisheitslehren so oft nur von Gott in der Einzahl die Rede ist.

„Übe keine Gewalttätigkeit unter den Menschen, denn Gott straft mit Gleichem … Nie ist menschliche Gewalttätigkeit verwirklicht worden, sondern das, was Gott angeordnet hat, geschieht.“

So schrieb ein Gelehrter um 2350 v. Chr. und 2000 Jahre später heißt es:

„Der Mensch ist Lehm und Stroh, Gott ist sein Baumeister.“

Für unsere Ohren klingen diese Worte nach einem einzigen Gott, die Ägypter haben aber damit vermutlich jeden Gott gemeint, der im konkreten Zusammenhang angesprochen werden sollte. Von der jeweils „zuständigen“ Gottheit beschützt zu sein, bedeutete für die Menschen Trost und Sicherheit. Alltägliche Briefe wurden gern mit der Formel eingeleitet:

„Heute geht es mir gut, das Morgen liegt in Gottes Hand.“

Die neue Sonnentheologie

Amenhotep IV. wandte sich vom Glauben an viele Götter ab. Schon zur Zeit seines Vaters war der Sonnengott immer stärker in den Mittelpunkt des Universums gerückt.

Der tägliche Lauf der Sonne garantierte den Fortbestand der Welt und des Kosmos. Jeden Tag erneuerte so der Sonnengott sein Schöpfungswerk. Mehr noch: da er Nacht für Nacht in die Unterwelt hinabstieg, erweckte er auch die Toten wieder zum Leben. Dort, in der Unterwelt, regenerierte er und überwand die Gefahren von Finsternis und Chaos, die durch ein riesiges Schlangenungeheuer, den Apophis, symbolisiert wurden. Bei dieser wichtigen Aufgabe standen ihm alle anderen Götter zur Seite. Es wurde während der 18. Dynastie sogar üblich, auch den Totengott Osiris als eine Form des Sonnengottes zu sehen Der Sonnenlauf kann als Heilsgeschehen interpretiert werden, stellt der Ägyptologe Jan Assmann fest.

„Hier hat der Begriff des Heils nicht den Sinn von Erlösung, sondern der Erneuerung und Inganghaltung. … Im Zenrum steht der Gedanke einer doppelten Überwindung: der Überwindung des Bösen, das in Gestalt des Wasserdrachens Apophis die Sonnenbarke mit Stillstand bedroht, und der Überwindung des Todes.“

Die Vorstellung vom Sonnenlauf hatte sich im Lauf der Zeit verändert. Waren bisher alle Götter in das Heilgeschehen miteingebunden, so ist der Sonnengott nach neuem Verständnis allein.

„Du hast dich am Himmel gezeigt, indem du allein bist.“

… heißt es in einem Gesang. Das bedeutete einen radikalen Wandel. Bisher hatte sich die Wirklichkeit aus dem Zusammenwirken der verschiedenen Götter geformt. Jetzt aber wurde das Leben mehr und mehr auf das Wirken eines Gottes zurückgeführt. Für Amenhotep IV. war dies Aton, die Sonnenscheibe am Himmel.

Anfangs durften auch die alten Götter noch neben Aton existieren. Der neue Gott war einzigartig, aber noch nicht einzig. Aber er war wichtiger als alle anderen. In einer Grabinschrift heißt es:

„Man mißt die Leistungen für jeden anderen Gott mit gestrichenem Maß, doch für den Aton mißt man so, daß es überquillt.“

Die Menschen erkannten die neuen Verhältnisse bald. Die sie umgebende Bilderwelt veränderte sich drastisch. Zuerst verschwanden die Mischgestalten aus menschlichen Körpern und Tierköpfen. Dann wurden andere Gottheiten überhaupt nicht mehr abgebildet. Nur noch die Sonnenscheibe gab es, deren Strahlen in Hände mündeten.

Der neue Stil

Sonderbar, vielleicht sogar furchterregend mußte den Zeitgenossen die Veränderung bei der Abbildung des Königs vorgekommen sein. Die bis dahin geltenden Regeln wurden nicht mehr beachtet. Die Kolossalstatuen Amenhotep IV. schockieren mit dünnem Hals, überlangen Armen und Unterschenkeln, mit Brustansätzen, breiten Hüften und fetten Oberschenkeln. Die Geschlechtsorgane fehlen.
Und doch sind diese Statuen weder Karikaturen noch gar naturgetreue Abbilder des Pharao. Der König wurde vielmehr dargestellt als Zwitterwesen zwischen Mann und Frau, was seine Natur als Allschöpfer, als „Mutter und Vater“ seines Volkes, symbolisieren sollte.

Wie sah der König wirklich aus? Vielleicht kann uns am ehesten die Intuition des Dichters eine Vorstellung davon geben.

Thomas Mann beschrieb den vierten Amenhotep so:

„Bei der Beschreibung seines Gesichts unter der runden blauen Perücke mit Königsschlange, die er heute über der Leinenkappe trug, dürfen die Jahrtausende uns nicht von dem zutreffenden Gleichnis abschrecken, daß es aussah wie das eines jungen, vornehmen Engländers von etwas ausgeblühten Geschlecht: langgezogen, hochmütig und müde, mit nach unten ausgebildetem, also keineswegs mangelndem und dennoch schwachen Kinn, einer Nase, deren schmaler, etwas eingedrückter Sattel die breiten, witterden Nüstern desto auffallender machte, und tief träumerisch verhängten Augen, von denen er die Lider nie ganz aufzuheben vermochte. …

Hübsch und schön war das Gesicht mitnichten, aber von beunruhigender Anziehungskraft. … Eher seltsam und aus der Form gegangen war auch Pharaos die Mittelgröße kaum erreichende Körpergestalt. … Dazu waren die Beine nicht nur zu kurz, sondern auch sonst ohne Verhältnis, da die Oberschenkel entschieden zu voll, die unteren aber fast hühnerartig mager erschienen. … Sehr schön und nobel gebildet dagegen waren Hände und Füße, besonders die langfingrigen und elegant-empfindsamen Hände mit Resten von Salböl in den Nagelbetten.“

 

aus: Thomas Mann: Joseph und seine Brüder, T.4, Joseph der Ernährer

Kolossalstatue Echnatons im Ägyptischen Museum Kairo

Mit einem neuen Stil wurde der bewußte Gegensatz zur Kunst früherer Zeiten gesucht. Das Leben selber wollte man abbilden, so wie es durch den Aton erzeugt wird. Da gab es keine idealisierten Gesichter mehr, keine in strenge Regeln gepreßte Bildkompositionen. Stattdessen betonte man die Realität, schwungvoll, ohne Tabus, bis hin zur Übertreibung.

Mit dieser Auffassung von Wirklichkeit hat sich Amenhotep IV. weit vom traditionellen Verständnis entfernt. Bisher war es nicht Aufgabe der Kunst gewesen, die tatsächlich vorhandene Realität abzubilden. Dargestellt werden sollte das Eigentliche in den Dingen, die allem innewohnende Wahrheit. Ma’at nannten die Ägypter diesen Aspekt des Seins, das Leben, wie es eigentlich gemeint war. Ein idealisiertes Bild, das mehr der Ewigkeit angehörte als dem Diesseits. Die Wirklichkeit war vergänglich, ihre Unvollkommenheiten wollte man nicht ver-ewigen.

Die religiöse Revolution

Zwischen dem dritten und fünften Regierungsjahr vollzog sich die große Revolution des Königs. Amenhotep IV. brach endgültig mit der religiösen Vergangenheit. Er proklamierte den Aton zum alleinigen Gott.

Symbolisches Zeichen für die neue Zeit war die Namensänderung des Königs. Er nannte sich von nun an Ach-en-Aton, Echnaton. Das bedeutet: „Nützlich für den Aton“.

Ein ungeheurer religiöser Konflikt war die Folge, der auch eine politisch-wirtschaftliche Komponente aufwies. Die großen Göttertempel in Ägypten, allen voran der Amun-Tempel von Karnak, waren mächtige Wirtschaftszentren. Der Pharao beraubte sie nun ihres Einflusses. Das kam einer Entmachtung der führenden Bevölkerungsschicht gleich, die bisher alle hohen Priesterstellen besetzt hatte.

Politik und Religion waren im alten Ägypten keine getrennten Phänomene. Demzufolge mußten politische oder wirtschaftliche Auseinandersetzungen auf dem Gebiet der Religion ausgetragen werden. Es gab nicht einmal politische Begriffe, eine ideologisch-weltliche Terminologie fehlt zu dieser Zeit noch ganz.

Die politischen Folgen

Der König entließ sämtliche hohen Beamten, die noch seit der Zeit seines Vaters im Amt waren. In ihre Stellen setzte er ihm und seinem Gott treu ergebene Männer ein. Sie stammten größtenteils aus einfacheren Familien und hatten ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb mit dem König und seinem Gott verbunden. Voll Stolz hat der neubestallte Hohepriester des Aton, Meri-Re, in seinem Grab die Worte verewigt, mit denen der Pharao ihn eingesetzt hatte:

„Siehe, ich setze dich für mich als „Größten der Schauenden“ ein. Ich tue es aus Liebe zu dir mit folgenden Worten: Mein angesehener Diener, welcher die Lehre wahrhaftig hört! Mit jedem Auftrag, den du ausführst, ist mein Herz zufrieden. Ich gebe dir das Amt und sage: du sollst die Nahrung des Pharao, deines Herrn, im Tempel des Aton essen.“

Der „Wedelträger zur Rechten Pharaos“, General Maja , erklärte, warum ihn der König so förderte:

„Ich bin ein Diener dessen, der ihn entstehen ließ, rechtschaffen für den Herrn der Beiden Länder, nützlich für seinen Herrn, der die Wahrheit in meinen Leib gesetzt hat und der eine Abscheu vor der Lüge hat.“

Neben seiner Integrität sei es vor allem der Gehorsam, stellte Maja fest, der ihn in den Augen des Königs würdig erscheinen ließ.

„Mein Herr hat mich nach vorn gestellt, denn ich tat nach seinen Weisungen und ich hörte seine Worte ohne Unterlaß.“

Achet-Aton

Im 5. Jahr seiner Regierung gab Echnaton die alte Hauptstadt Theben auf und gründete eine neue Residenz in Mittelägypten, etwa auf halbem Weg zwischen den alten Hauptstädten Memphis und Theben. Er nannte sie Achet-Aton, Horizont des Aton. Der heutige Name dieses Gebiets, el-Amarna, hat der ganzen Epoche den Namen gegeben. Der Begriff „Amarnazeit“ bezeichnet die Regierung des Pharao Echnaton und seiner unmittelbaren Nachfolger.

Vierzehn Gründungsstelen umgrenzten die Stadt des Aton, die im Verlauf weniger Jahre aus dem Boden gestampft wurde. Hier entstand das heilige Zentrum der Aton-Religion. Hier soll die reine Lehre ausgestaltet werden. Im Rahmen einer prunkvollen Zeremonie wurde die Stadt gegründet.

„Jahr 6, 13. Tag der Winterzeit An diesem Tage war der König in der Stadt des Lichtortes des Aton. Seine Majestät bestieg einen großen Wagen aus Silbergold, erscheinend wie der Aton… Er veranstaltet ein großes Opfer für den Gott von Brot, Bier, Rindern, Vögeln, Wein und Weihrauch. Danach kehrte er zurück und ließ sich auf seinem Thron nieder. Nun sagte er: ‚Bringt meine Gefolgsleute herbei, die Großen und die Mächtigen, die Anführer der Soldaten und die Vornehmen des ganzen Landes‘. Sie wurden vor ihn geführt, lagen auf ihren Bäuchen vor Seiner Majestät und küßten die Erde wegen seines mächtigen Willens. Da sprach Seine Majestät zu ihnen: Schaut Achet-Aton, von dem Aton wollte daß es ihm geschaffen werde als Denkmal für seinen Namen für alle Zeit! Aton aber, mein Vater, war es, der auf Achet-Aton wies…“

Paläste wollte Echnaton erbauen lassen und natürlich auch dereinst dort begraben sein.

„Und ich werde an dieser Stelle einen Aton-Tempel für Aton, meinen Vater schaffen. Ich errichte mir einen Palast und einen für die Königliche Gemahlin in Achet-Aton an dieser Stelle! Man baue mir ein Grab in dem Berg von Achet-Aton, wo die Sonne aufgeht, in welchem meine Bestattung erfolgen soll, nach Millionen von Regierungsjubiläen, die Aton, mein Vater mir zugewiesen hat. Man bestatte darin auch nach Millionen von Jahren die Große Königliche Gemahlin Nofretete …“

Nofretete

Neu und ungewöhnlich ist die herausragende Stellung, die der neue Pharao seiner Hauptfrau, der Großen Königlichen Gemahlin Nofretete, verliehen hatte. Sechs Töchter hatte ihm diese anmutige Frau geboren, deren weltberühmte Büste dreitausend Jahre später zum Inbegriff von zeitloser Schönheit geworden ist.
Schon im Aton-Tempel von Karnak war die Königin mehrfach abgebildet worden, wie sie allein oder mit ihren Töchtern die religösen Handlungen vollzog, die bislang dem König allein vorbehalten waren. Sogar bei der symbolhaften Chaosabwehr, dem „Erschlagen der Feinde“, konnten sie die Zeitgenossen bestaunen. Ihr Gemahl hatte ihr einen programmatischen Namen verliehen.

„Nefer-neferu-Aton , das heißt: ‚Der Vollkommenste ist Aton'“

"Berliner" Nofretete

 

Die Intoleranz des Aton-Glaubens

Für die Bevölkerung Ägyptens kamen diese Maßnahmen einer Katastrophe gleich. Die Gesellschaft zerfiel in Anhänger und Gegner des Aton-Glaubens. Es hat heftige Opposition gegen diese von oben verordnete Religion gegeben, angeführt verständlicherweise durch die Priester des Amun. Hinter ihnen versammelten sich die Entmachteten und ganz allgemein die Traditionalisten im Lande. Es kam zu schweren Unruhen, denn tolerant war die neue Religion nicht.
Mochte der König noch so liebevoll dem Wesen seines Gottes nachforschen, die alten Götter, den alten Glauben, duldete er bald nicht mehr. Echnaton hat zum allerersten Mal in der Religionsgeschichte die Unterscheidung zwischen „richtig“ und „falsch“ eingeführt. In dieser Hinsicht steht er am Anfang aller monotheistischen Religionen, die sämtlich für sich in Anpruch nehmen, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein. Damit verbunden ist immer Ausgrenzung und oft Verfolgung. So auch jetzt: als erstes wollte man die Götter selbst vernichten. Am stärksten davon betroffen war der Reichsgott Amun. Sein Name wurde in ganz Ägypten an den Tempelwänden und in Reliefs ausgemeißelt, man entfernte ihn aus den Briefen des Staatsarchivs. Gelegentlich ließ Echnaton sogar seinen Geburtnamen Amenhotep auf Denkmälern verstümmeln. Mit Vorliebe vernichtete man die tiergestaltigen Symbole der Gottheiten. Es kam zu einem regelrechten Bildersturm. Sogar der Plural des Wortes Gott wurde zur Nicht-Existenz verdammt.
Die Anhänger der alten Götter traf der Bannstrahl des Königs: auf den Reliefs in den Gräbern von Achet-Aton fällt eine starke militärische Präsenz auf. 
Der Ägyptologe Erik Hornung schreibt:

„Echnaton ist ja der einzige Religionsstifter, dem alle staatlichen Machtmittel zu Gebote standen, und man darf davon ausgehen, daß er sie rücksichtslos zur Verwirklichung seiner Ideen eingesetzt hat. Nur im Untergrund war weiterhin Opposition möglich, „Klagepsalmen“ gaben einer verbreiteten negativen Stimmung im Volk und in der einstigen Oberschicht Ausdruck.“

Wer konnte, floh ins Ausland. Wer bleiben mußte, sah sich vielfach dem Terror von Echnatons Polizeitruppen ausgesetzt. Wer dem König aber folgte, dem boten sich ungeahnte Möglichkeiten. Durch die Schließung der alten Tempel, durch Enteignungen großen Stils wurden Vermögen frei, die entweder den Aton-Tempeln zugeschlagen oder aber Anhängern der neuen Lehre zugewiesen wurden. Viele haben sich so am Unglück anderer bereichert.
Die bittersten Auswirkungen zeitigte der aufgezwungene Glaube für die einfachen Menschen. Mit dem Verbot der alten Religion wurde ihnen buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen. Karg und trostlos mußte den Ägyptern der neue Glaube erschienen sein. Jan Assmann schreibt:

„Was an die Stelle einer ungeheuren Fülle traditioneller Tempel und Kulte, Riten und Feste, Mythen, Hymnen, Bilder gesetzt wird, sind eine Handvoll Hymnen, die die neue Lehre entfalten, ein puritanischer Kult ohne Magie und Symbolik und eine massive Präsenz der königlichen Familie.“

Die Tempel der alten Götter wurden geschlossen und die Feste eingestellt. Gerade aber die Götterfeste …

„… begründeten die soziale Identität eines Ägypters. Er fühlte sich in erster Linie einer Stadt und ihrem Stadtgott zugehörig, und diese fundamentale Zugehörigkeitsstruktur fand ihren Ausdruck in den großen Prozessionsfesten der Stadt.“

Indem er die Götterfeste abschaffte, trennte Echnaton die Menschen von den Grundlagen ihres Lebens. Dies umso mehr, als der zentrale Aspekt der ägyptischen Religion im Aton-Glauben praktisch fehlt.

Der Aton und das Jenseits

Nichts war für den ägyptischen Menschen wichtiger als der feste Glaube an ein Weiterleben im gesegneten Land des Westen, im Jenseits. Immerhin war man das ganze Leben damit beschäftigt, für die Zeit nach dem Tode vorzusorgen. Wer immer es sich leisten konnte, baute ein Grab, eine Wohnung für die Ewigkeit, und stattete sie so schön wie möglich aus. Selbst die Ärmsten strebten nach Mumifizierung ihrer Körper und sei sie auch noch so einfach.

Mit dem Jenseits hatte der Aton-Glaube größte Schwierigkeiten.
Verschwunden war die Vorstellung von der Nachtfahrt der Sonne, die Dunkelheit wurde nicht mehr als Ort der Regeneration begriffen. Wo Aton nicht war, dort war das Nichts, dort war endgültiger Tod. In der Welt des Aton gab es keine Gefilde des Westens, kein Totenreich mehr. Schließlich ist der Westen das Gebiet, wo die Sonne untergeht. In Echnatons Glauben gab es keine Auferweckung der Toten in der Unterwelt. Neues Leben entstand am Morgen, im Osten, wenn der Aton aufgeht und zwar für Lebende und Tote gleichermaßen.

„Das Jenseits wurde diesseitig“ hat Erik Hornung formuliert.

Sinnlos wurden die Totenbücher, die Wegweiser durch das Jenseits. Aufgehört hatte die Versorgung und damit der Kontakt zu den teuren Verstorbenen durch Opfergaben und Kult. Wo früher Sicherheit und Vertrauen waren, gab es nun das, was die Ägypter „Hinausgeworfensein“ nannten, den Verlust von Geborgenheit. Im neuen Glauben existierte der Verstorbene nur noch als Ba-Seele irgendwo, irgendwie im Diesseits. Diese Vorstellung war abstrakt und damit auch bedeutend weniger beruhigend. Der Tote pflegte sich in Bezug auf Aton im Grunde nicht anders zu verhalten als der Lebende. Das bezeugt eine Inschrift im Grab des Kammerherrn Tutu:

„Du stehst morgens auf in deinem Grab, um den Aton zu schauen, wenn er aufgeht. Du reinigst dich und legst ein Gewand an, wie du es getan hast, als du auf Erden warst … Du erhebst dich und vergißt die Mattigkeit.“

Der einzige Bezug zu Aton führte über den König. Da nunmehr weder Totenreich noch Totengericht existierte, bestand auch keine Hoffnung mehr auf jenseitige Gerechtigkeit. Ausschließlich die Gunst des Königs konnte den Menschen retten und begründete ein Fortleben nach dem Tod.
Der Gott offenbarte sich ohnehin nur dem Pharao allein. Zu seinem Wesir Ramose sprach Echnaton:

„Die Worte des Re sind vor dir… Mein ehrwürdiger Vater Aton hat mich ihr Wesen gelehrt und sie mir enthüllt… Sie sind meinem Herzen bekannt und meinem Gesicht offenbar. Ich verstand…“

Ramose antwortete:

„Du bist der Einzige des Aton, der im Besitze seiner Vorschriften ist! Du hast die Berge geleitet, Furcht vor dir ist inmitten ihrer geheimen Kammern wie in den Herzen des Volkes, und die Berge lauschen auf dich, wie das Volk lauscht.“

Mythen und Geschichten enthielt Echnatons Glauben nicht. An ihre Stelle war die Familie des Königs getreten, die verherrlicht und in vielen privaten Details dargestellt wurde. In keinem Haus von Achet-Aton fehlte die Stele mit der „Heiligen Familie“, die an die Stelle der alten Götterbilder getreten war.

 

 Echnaton, Nofretete und drei ihrer Töchter

Prinzessinnen in Achet-AtonDie Familienszenen des Königs zeigen ihn oft, wie er seine Frau und seine Töchter küßt und streichelt. Das ist eine sexuelle Symbolik, die ebenfalls auf den Aton hinweist. Dieser Gott gibt Fruchtbarkeit und Leben. Nicht umsonst laufen in allen Abbildungen die Sonnenstrahlen in Hände aus, die das Henkelkreuz tragen. Diese Hieroglyphe, das Anch, bedeutet Leben.

 

Der Sonnengesang

Eines aber ist der Aton seinen Anhängern schuldig geblieben: eine Verkündigung, irgendein Wort. Der Gott blieb stumm und auch sein Vermittler Echnaton hat kein Heiliges Buch, keine Heilige Schrift hinterlassen. Der zentrale Text der Amarna-Religion ist ein Gebet, der Große Sonnengesang, den der König wohl selbst verfaßt hat.
Der Sonnengesang wurde im 19. Jahrhundert im Grab eines der Nachfolger Echnatons entdeckt. Der Hymnus verdeutlicht den eigentlichen Kern der neuen Religion: der Aton als Schöpfer der Natur.

Nach Echnaton ist Gott eine kosmische Macht, die sich als Sonne und Licht den Menschen mitteilt. Dieser Monotheismus ist letzlich eine religiös interpretierte Naturphilosophie. Er steht damit im Gegensatz zum biblischen Glauben, der sich als historisch-politisch versteht und mit Vorschriften das soziale Leben regelt. Echnatons Offenbarung besteht nicht in moralischen Gesetzen, stellt Jan Assmann fest, „… sondern in der Erkenntnis, daß sich alles, die gesamte sichtbare und unsichtbare Wirklichkeit, auf das Wirken von Licht und Zeit, und damit der Sonne, zurückführen läßt. Echnaton glaubte, das eine Prinzip entdeckt zu haben, aus dem die Welt hervorging und täglich neu hervorgeht.“

Demzufolge besteht der Sonnengesang hauptsächlich aus poetischen Naturschilderungen.

„Alles Vieh ist befriedigt durch seine Weide,
die Bäume und Kräuter ergrünen.
Die Vögel entflattern ihren Nestern,
ihre Flügel erhebend zum Preise deiner Kraft!
Alles Jungwild springt auf seinen Füßen,
alles, was da fliegt und sich niederläßt,
es lebt, denn du bist über ihm aufgegangen …
Der du der Frauen Leib fruchtbar machst
und aus Samen Menschen bereitest,
der du den Sohn ernährst im Leibe seiner Mutter
und ihn bruhigst, auf daß er nicht weine,
du Amme im Mutterleibe! …
Wie unermeßlich sind deine Werke!
Sie sind den menschlichen Blicken verborgen,
du einziger Gott, der nicht seinesgleichen hat! …“

Echnatons Glaube sei eine Gegenreligion, schreibt Assmann, keine Erlösungsreligion, denn „… Erlösungsreligionen wollen den Menschen nicht in der Welt beheimaten, sondern im Gegenteil ihn der Welt entfremden. Sie appellieren an ein außerweltliches Selbst als einem transzendenten Wesenskern. Das Gegenteil erstrebt die Amarna-Religion. Der Mensch wird der Welt eingliedert, indem er mit Tieren und Pflanzen an seine licht- und zeitabhängige Geschöpflichkeit erinnert wird.“ 

Hätte dieser monotheistische Glaube, so fragt der Wissenschaftler sinngemäß, eine der großen Weltreligionen werden können, wie der jüdische oder später der christliche Monotheismus? Dann etwa, wenn er sich in Ägypten durchgesetzt hätte? Assmann hält das für nicht wahrscheinlich. Er bezeichnet den Aton-Glauben als eine kosmotheistische Religion. Danach sind Gott und Kosmos, Gott und Natur eine Einheit. Der Gott der Bibel dagegen wird zwar als der Schöpfer der Welt, aber durchaus getrennt von ihr gesehen. Obwohl die Religion des Echnaton monotheistisch ist, „…bleibt sie kosmotheistisch und wäre daher wie alle anderen Kosmotheismen der antiken Religionsgeschichte von den Erlösungsreligionen überrannt worden.“

Das Ende der Ära

Echnaton starb 1334 v. Chr. Sein Glaube hatte keinen Bestand. Die brutale Verneinung der traditionellen religiösen Werte war mehr als die Ägypter auf Dauer ertragen konnten. Die siebzehn Regierungsjahre Echnatons wurden nach seinem Tod als eine Zeit der Finsternis und des Verbrechens empfunden.
Seine Nachfolger kehrten zum alten Glauben zurück. Ägypten versuchte, alles zu vergessen, was mit Echnaton zu tun hatte, ja, man verdrängte, daß er überhaupt existiert hatte.

In späteren Zeiten finden sich lediglich Spuren der Erinnerung an die traumatische Erfahrung in einer düsteren Legende, in der von einer Herrschaft von Aussätzigen die Rede ist und vom Verbot, die Götter zu verehren.

Der übernächste Nachfolger Echnatons, der junge König Tut-anch-Amun ordnete die Rückkehr zum alten Glauben an. Er gab die Stadt Achet-Aton auf und ließ sie restlos zerstören. Eine Stele aus seiner Regierungszeit beschreibt die selbstverschuldete Gottesferne der Ära Echnatons:

„Die Tempel der Götter und Göttinnen … waren im Begriff, vergessen zu werden, und ihre heiligen Stätten im Zustande des Untergangs zu Schutthügeln geworden, die mit Unkraut bewachsen sind. Ihre Gotteshäuser waren wie etwas, das es nicht gibt. Das Land machte eine Krankheit durch, die Götter, sie kümmerten sich nicht um dieses Land…. Wenn man einen Gott anrief, um ihn um etwas zu bitten, dann kam er nicht. Wenn man eine Göttin anrief, ebenso, dann kam sie nicht.“

Quelle: http://www.judithmathes.de/aegypten/kultreli/echnaton.html

 

Wissen in Stein

  Axel Klitzke im Gespräch mit Michael Vogt über die verborgenen Geheimnisse der Pyramiden.

Aegypten


«Die Pyramiden-Erbauer hinterließen eine codierte Botschaft für die ferne Zukunft, die erst dann entschlüsselt werden kann, wenn die Zeit reif ist: jetzt!» — sagt der Dipl.-Ing. für Ergonomie und Pyramidenexperte Axel Klitzke.

Steine sind nicht stumm, vor allem jene nicht, die wir auch heute noch in den Pyramiden Ägyptens und Mittelamerikas finden. Ihre Sprache ist die heilige Geometrie. Durch seine mathematische Dolmetscherarbeit werden Steine und Zahlen zu sprechenden Zeugen der Vergangenheit, und was sie enthüllen, ist revolutionär: die kosmische Geschichte der Menschheit! Diese Enthüllung wurde möglich dank der bahnbrechenden, erstmaligen (Wieder-)Entdeckung der exakten Maße des Urzolls, der ursprünglichen sakralen Elle, der Königselle und des Hunab. Mit diesen neuen Schlüsseln öffnen sich lange verschlossene Tore, und es wird erkennbar, wer die Pyramiden gebaut hat – und vor allem: Warum?

Seit langen Zeiten machen sich Forscher Gedanken darüber, ob es im Giseh-Plateau eine Planungsordnung gibt. Erst wenn man akzeptiert, daß dort Wissen in Stein manifestiert wurde und das geheime mythologische Wissen der Priesterschaft auf geniale Weise in den Planparametern verankert wurde, kommt man der Lösung einen gewaltigen Schritt näher. Des weiteren ist es erforderlich, die verwendeten Maßsystem zu kennen, denn ohne diese ist definitiv keine Lösung möglich. Der Gesamtzusammenhang, in dem nicht nur die drei Pyramiden, sondern auch Sphinx und davor befindliche Tempel integriert sind, zeigt ein Wissen, welches unsere bisherigen irdischen Auffassungen deutlich in den Schatten stellt. weiterlesen

Der Sethos Tempel von Abydos


Einen interessanten Artikel ueber den Tempel  von Abydos. Wurde er wirklich von den Pharaonen gebaut? Es weist alles darauf hin, dass er erheblich aelter ist als uns die Archaeologen weismachen wollen.

Kann es sich um den Tempel des Salomons handeln? Weshalb ich darauf komme? Weil im Koran erwaehnt wird, dass der Tempel Salomons mit Wasser ‚unterlegt‘ war, welche die Koenigin von Saba dazu brachte, ihre Beine zu entbloessen.( Koran, Sura 34) Diese Geschichte finden wir , soweit ich weiss auch in Bibel. Der Tempel in Jerusalem kann nicht mit dieser Erzaehlung in Verbindung gebracht werden, noch mit dem Umstand, dass ‚Geister‘ Salomon Tempel und Bauwerke errichteten. Wo finden wir Bauwerke, die nicht von Menschenhand errichtet worden sein koennen? ….

Lesen Sie den Artikel und urteilen sie selbst:

Der Sethos Tempel von Abydos

Dieser Tempel wurde um 1300 v.u.Z. von den Pharaonen Sethos I. und Ramses II. wiederhergestellt.
Die Ursprünge des Tempels liegen im Dunkeln. Die massive Bauweise ohne jegliche Ornamentik deutet jedoch auf eine sehr frühe Epoche der ägyptischen Geschichte hin. Diese Bauweise kommt nur noch beim Sphinx Tempel in Gize vor.

     Osireion (heute)
    Copyright 1996 by InterCity Oz, Inc

 


Prof. Edouard Naville vom Egypt Exploration Fund bringt das ursprüngliche Bauwerk in einem 1914 erschienen Zeitungsartikel mit der Legende von Osiris in Verbindung. Danach soll der Leichnam des Gottes in Abydos im ‚Osirion‘ von der Göttin Isis aufgebart worden sein.
Auch der griechisch-römische Geograph Strabon berichtet von diesem Bauwerk, das zu seiner Zeit offenbar noch recht gut erhalten war (17.Buch Kapitel 44)

Wenn der ‚Sethos Tempel‘ in Wahrheit das Osireion ist dann muß dieses Gebäude, oder zumindest Teile davon aus der Zeit dieser Legende stammen (9770-8970 v.u.Z.).

Deckenpfeiler AbydosEin weiteres Geheimnis des Tempels von Abydos sind die Darstellungen von Fluggeräten an einem der ältesten Deckenpfeiler der Anlage


Zu diesem Thema ein Vortrag von Harry Morales:

„…Doch wenden uns einem neuen Artefakt zu, das weiter im Süden zu finden ist. Wir befinden uns in Abydos, einen kleinen Städtchen in der Mitte Ägyptens. Hier steht die Tempelanlage Sethos I. Diese gewaltige Anlage wurde um 1400 v. Chr. begonnen und von Pharao Ramses II vollendet. Der Tempel trug den Namen „ Haus der Millionen Jahre“ und war dem Gott Osiris geweiht. Jeder Ägypter musste mindestens einmal in seinem irdischen Leben diesen Ort als Pilger aufsuchen. Bei einer AAS- Reise im Jahre 1990 gelang es dem Österreicher Herbert Regenfelder, einigekuriose Hieroglyphenzeichen an einem Deckenbalken der Säulenhalle im Sethos- Tempel zu fotografieren, die weiter reichen müssen als nur 3500 Jahre. Die eigentümlichen Hieroglyphen zeigen die Umrisse eines Helikopters, einen Panzer und ein Unterseeboot. Sind es vielleicht Fälschungen. Seit 1775 werden U- Boote in Amerika und Europa entwickelt. Mir fiel ein Bericht im Buch Mormon auf. Hier wird eine seltsame Seereise von Jerusalem nach Südamerika beschrieben, die 600 v. Chr. stattgefunden haben soll. Eine geheimnisvolle Person die „ Der Herr“ genannt wurde, befahl dem Volk der Nephiten, acht Schiffe zu bauen womit sie nach Amerika reisen sollten. Das interessante dabei ist, dass die Baubeschreibung der Schiffe auf U- Boote rückschließen lässt. „ Und sie waren so gebaut, das sie außerordentlich dicht waren und das sie wie ein Gefäß Wasser halten würden. Boden und Seiten der Schiffe waren dicht wie ein Gefäß, die Enden waren spitz und das Oberteil hielt dicht wie ein Gefäß. Sie hatten die Länge eines Baumes und wenn die Türen verschlossen waren, dann war sie dicht wie ein Gefäß“. Könnte das Relief ein solches Boot darstellen? Merkwürdig erscheint mir nur noch die Aussage, die ich in einem Buch gefunden habe. Hier wird Herr Dr. Krauss wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staatlichen Museen in Berlin, zu dem Deckenbalken in Abydos gefragt. Seine Antwort lautete folgendermaßen; „ Es ist Unsinn, eine derartige Reliefdarstellung in Ägypten vorzufinden. So etwas gibt es in Ägypten nicht“. Wenn der gute Mann wenigstens gesagt hätte, er kenne ein derartiges Relief nicht, hätte man es sicherlich verstehen können. Doch dessen Existenz sofort zu bestreiten, zeigt eigentlich, wie viel unsere heutigen Ägyptologen wirklich von der Geschichte verstehen. Weshalb finanzieren wir diese Arbeitsplätze mit unseren Steuergeldern überhaupt noch, wo man an Neuigkeiten nicht sonderlich interessiert zu sein scheint?

Hinter dem Sethos- Tempel kann man ein weiteres Kuriosum entdecken. Es wird allgemein als Osirion bezeichnet. Erstmals erwähnt wurde es im ersten Jahrhundert v. Chr. vom Griechischen Geographen Strabon. Er bezeichnete es als wunderschönen Königspalast, ganz aus Stein gebaut, der in seiner Tiefe eine Quelle beherbergt. Mit der Zeit wurde das ganze Bauwerk einschließlich Sethos- Tempel vom Wüstensand verschüttet. Erst im zwanzigsten Jahrhundert begannen die Archäologen Sir Flinders Petrie und Margaret Murry den Sand auszuheben. 1903 legten sie Teile einer Halle und eines Ganges frei, der etwa 60 Meter südwestlich des Sethos- Tempels lag. Anscheinend hatten Sie das von Strabon erwähnte Bauwerk gefunden. Da Ihnen die Mittel fehlten konnten Sie erst in der Grabungssaison 1913 Ihre Theorie überprüfen. Es wurde eine lange Querkammer freigelegt, an deren nordöstlichen Ende sich ein schweres Steintor aus riesigen Granit- und Sandsteinblöcken befand. In der nächsten Saison kehrten Sie mit einem Team von 600 Helfern zurück, und legten das unterirdische Bauwerk frei. Wir entdeckten ein gigantisches Bauwerk von etwa 60 Meter Länge und 18 Metern Breite aus den größten Steinen, die in ganz Ägypten zu finden sind. In die vier Seiten der Umfriedungsmauer sind 17 Kammern eingelassen, ungefähr mannshoch und ohne jede Verzierung. Das Gebäude ist dreischiffig, wobei der mittlere Saal breiter ist als die seitlichen. Zwei Reihen riesiger Monolithen , die ähnliches großes Dachgebälk tragen, trennen die drei Säle. Die Archäologen staunten über einen mehr als sieben Meter langen Block im Nordschiff des Gebäudes. Ebenso überraschend war aber die Entdeckung, dass die Kammern keine Böden hatten, sondern mit einem feuchten Sand- Erde -Gemisch gefüllt waren. Ein Fußboden war nicht vorhanden und in einer Tiefe von 3,65 Metern tiefe stießen sie auf einsickerndes Wasser. Das Leitmotiv des Osiris- Tempels scheint das Wasser zu sein. Inmitten eines riesigen Kraters gelegen, befindet er sich etwa zwölf Meter unter dem Bodenniveau des Sethos- Tempels, fast auf gleicher Höhe mit dem Grundwasserspiegel. Man nähert sich ihm heute mit Hilfe einer modernen, nach Südosten geschwungenen Treppe. Damals war das Bauwerk noch nicht überflutet und man konnte in Ihm herumgehen. Gewaltige Säulenreihen ragen aus dem Wasser. Sie bestehen aus massiven Rosengranit- Monolithen von etwa 2,50 auf 3.65 Meter mit einem durchschnittlichen Gewicht von 100 Tonnen. Auf diesen riesigen Säulen ruhen Granitstürze, die ähnlich schwer sind und es hat den Anschein, als sei das gesamte Gebäude einst von noch größeren Steinplatten bedeckt gewesen. Um sich das ganze besser zu vergegenwärtigen, kann man den Grundriss betrachten. Aus der imaginären Vogelperspektive, wird sofort deutlich, dass der Sockel eine rechteckige Insel bildet, die zu allen Seiten von einem ebenfalls rechteckigen, etwa drei Meter breiten Wassergraben umgeben ist. Dieser wiederum wird von einer riesigen rechteckigen Mauer- sie ist wenigstens sechs Meter mächtig- aus gigantischen Sandsteinquadern begrenzt. In diese enorm dicke Mauer sind die 17 Kammern eingelassen. Je sechs weisen gegen Osten und Westen, zwei nach Süden und Drei nach Norden. Es ist sehr ungewöhnlich das der Tempel keinerlei Ausrichtung auf die vier Himmelsrichtungen zeigt, sondern deutlich nordöstlich orientiert ist. Auch der Sethos- Tempel liegt auf der gleichen Achse. Das scheint kein Zufall zu sein. Welches der Bauwerke ist älter? Das Osirion wirft gleich mehrere wichtige Fragen auf. Was sein Alter anbelangt, so zeigt seine große Ähnlichkeit mit dem Tal -Tempel des Sphinx, dass er aus der selben Epoche stammen muss. Auch wurde unter Verzicht jeglicher Ornamentik mit riesigen Steinen gebaut. Beide Merkmale sind typisch für die früheste Architektur Ägyptens. Damals nach der Ausgrabung wurde es als das älteste Bauwerk Ägyptens bezeichnet. Es wurde weder als Tempel, noch als Grab bezeichnet, sondern als ein Antikes Wasserwerk. Doch der Erste Weltkrieg unterbrach die Arbeiten für mehrere Jahre. Erst im Jahre 1925 übernahm ein junger Ägyptologe die weitere Forschungsarbeit. Henry Frankfort, der später als Professor an der Universität von London hohes Ansehen errang, änderte radikal seine Meinung an dem Bauwerk. Er fand am Eingang zur Haupthalle eine Kartusche mit dem Namen Sethos. Eine ähnliche Inschrift an der Innenseite der östlichen Wand. Astronomische Szenen und Inschriften von Sethos I. an der Decke der nördlichen Querkammer. Wir erinnern uns, das die Ägyptologen ihre Meinung über das Alter des Tal Tempels einmütig änderten, nur weil man einige Statuen und eine einzelne Kartusche gefunden hatte, die eine Verbindung zu Cheops nahe zulegen schien. Eine ähnliche Kehrtwendung erfolgte im Anschluss an Frankforts Funde. Innerhalb von zehn Jahren war in allen Standardwerken zu lesen, dass Sethos I. das Osirion erbaut habe. Fest steht doch lediglich, das Frankfort gewisse Inschriften und Verzierungen in einem völlig ansonsten anonymen Gebäude entdeckte. Man könnte auch sagen das die halbherzigen und sparsamen Verzierungen auch im Rahmen von Renovierungsmaßnahmen zur Zeit Sethos I. angebracht worden sind. Außerdem hat man übersehen, das die südlichen und nördlichen Querkammern, welche die umfangreichsten Ausschmückungen enthalten, außerhalb der sechs Meter dicken Umfassungsmauer liegen. Sie könnten also nachträglich von Pharao Sethos angebaut worden sein. Vielleicht wird die Zukunft zeigen, das sich hier die Ägyptologen geirrt haben….

Quelle:http://www.earlyworld.de/tempel.htm

Eine schockierende Theorie

 

Die Nibiru-2012 Theorie ist eng verwandt mit der Planet-X-2012-Theorie und ist auch nicht allzu weit entfernt von Theorien, die mit der Ankunft von Außerirdischen zu tun hat.

Eigentlich kein 2012-Autor: Zachariah Sitchin

Eigentlich kein 2012-Autor: Zachariah Sitchin

Schöpfer der (modernen) Nibiru-Saga ist der Privatforscher Zachariah Sitchin, der mehrere Bücher herausgegeben hat, die von alten sumerischen Chroniken berichten. Nach eigenen Aussagen gehört Sitchin zu den vier, fünf einzigen Menschen auf der Erde, die altsumerisch entziffern und lesen können. Was er übersetzt hat, grenzt an Science Fiction:

Die Sumerer berichten, so Sitchin, von den Anunaki bzw. den Anunnaki. Es sind außerirdische Bewohner des Sonnensystems im weitesten Sinne, die von ihrem Heimatplanet Nibiru stammen. Nibiru hatte einen Herrscher, mehrere (Umwelt-)Probleme und gravierenden Goldmangel. Außerdem hatte (und hat) Nibiru eine merkwürdige (allen anderen Planeten senkrecht querlaufende) Umlaufbahn um die Sonne, die ihn alle 3600 Jahre (ähnlich wie ein Komet) nahe an die Sonne bringt, und dabei den Orbit der Erde kreuzen lässt.  Nah genug für die Annunaki, um auf die Erde zu kommen.

Die Farce, die Sitchin darin aufmalt, geht ungefähr so: Die Anunnaki-Götter landen vor ca. 300.000 Jahren auf der Erde und entdecken Goldvorkommen u.a. in Südafrika.

Ein Anunaki? Man beachte den pinienzapfenförmigen Gegenstand in der gebenden Götterhand. Die menschliche Zirbeldrüse wird oft als Pinienzapfen dargestellt. In den Forschungen des DMT-Experten Rick Strassman gilt die Zirbeldrüse als Sitz des Bewusstseins. Die Zirbeldrüse sitzt ungefähr da, wo im Film "Matrix" in Neos Hinterkopf der Stecker einrastet.

Ein Anunaki? Man beachte den pinienzapfenförmigen Gegenstand in der gebenden Götterhand. Die menschliche Zirbeldrüse wird oft als Pinienzapfen dargestellt. In den Forschungen des DMT-Experten Rick Strassman gilt die Zirbeldrüse als Sitz des Bewusstseins. Die Zirbeldrüse sitzt ungefähr da, wo im Film „Matrix“ in Neos Hinterkopf der Stecker einrastet.

Weil der Abbau schwierig ist, versucht man heimische Affen bzw. Hominide (Urmenschen) dafür einzuspannen. Genauer: Man genmanipuliert die Urmenschen, und macht aus ihnen den Homo Sapiens, mit gewisser Intelligenz ausgestattet. Die Nefilim bzw. Anunaki (sumerisch für “Die, die vom Himmel auf die Erde kommen”) sind quasi die Schöpfer des Menschengeschlechts. Sagten nicht in Kapitel 1 der Genesis die Götter zu sich: “Lasset UNS Menschen machen, ein Bild, das UNS gleich sei”. Ja, das sagten sie, jeder kann es in jeder Bibel in jeder Sprache auf der ersten Seite nachschauen.

Sitchin schrieb in seinem Buch Der 12. Planet: “Der Mensch ist das Produkt der Evolution. Aber der moderne Homo Sapiens ist das Ergebnis von ‘Göttern’.” 

Gut, also die Anunaki versklavten die Menschen, und fingen an, untereinander zu streiten – und somit auch die Menschen ins Feld zu führen – im Kampf um die Vormacht auf der Erde. Die Geschichte endet damit, dass die Menschen zu intelligent wurden, und gegen die Götter einen Vertreibungskrieg führen, und dass zweitens die Sintflut vorausgesehen wird, so dass sich die Annunaki von der Erde auf Nibiru zurückziehen.

Die 2012-Nibiru-Theoretiker behaupten nun, dass 2012 Nibiru wieder die Erde heimsucht und die Annunaki, die Schöpfer und Herrscher der Menschen, zurückkehren. Mit welchen Absichten, das bleibt völlig offen.

Sitchin selber hat im Januar 2003 in einem Vortrag in Zürich angemerkt, dass Nibiru das letzte mal ca. 600 bzw. 800 vor Christus das letzte mal zu sehen war – und dass dieser Planet der Götter also erst in ca. 1000 Jahren das nächste mal zu sehen sein wird. Was aber nicht bedeutet, dass die Anunaki nicht schon jetzt auftauchen könnten. Denn diese bewegen sich völlig unanbhängig von ihrem Heimatplaneten im Sonnensystem. Und es gäbe Hinweise, so Sitchin, dass sie sich bereits wieder der Erde nähern.

So oder so, anerkannte Beweise für die Annunaki oder für Nibiru stehen naturgemäß noch völlig aus. Der Mythos von Nibiru hingegen wird immer stärker – er ist nun Teil des großen 2012-Mythos. Er dockt an große kollektive Ängste der Menschheit an.

Nibiru wurde übrigens (angeblich) von den Sumerern als geflügelter Planet dargestellt. Das Zeichen dafür ist bekannt, und wird oft den Ägyptern zugeordnet, die es auch oft nutzten. Nur nutzten die Sumerer das Zeichen schon tausend Jahre früher. Die Mehrheit der Historiker geht bei Nibiru von einem beweglichen Himmelsobjekt aus.

Geflügelter Planet 2012

Der geflügelte Planet (Rückkehr 2012?)

Der geflügelte Planet ist ein mächtiges Zeichen, dass weltweit intuitiv verstanden wird, ohne dass man konkret wüsste warum. Es liegt ein gewisser Wiedererkennungswert vor. Man findet es in den vorkolumbianischen amerikanischen Andenkulturen ebenso wie im alten Ägypten – und auf New Age Schmuckständen in aller Welt. Nicht zu reden von vielen 2012-Websites.

Doch nicht nur da. Das Zeichen des Geflügelten Planeten ist ein zentrales Motiv in zahlreichen gloablen Konzernmarken. Hier eine Auswahl:

Nibiru 2012 Symbole in großen Marken?

Nibiru 2012 Symbole in großen Marken?

Der Unterschied zur 2012 Planet-X-Theorie ist, dass Nibiru die Erde nicht rammt oder stört, sondern dass Nibiru von Außerdirischen bewohnt ist, und seine Bewohner in dem Moment wieder zur Erde zurückkehren, wenn Nibiru mal wieder hier in der Gegend ist. Im Gegensatz dazu wäre Planet X selber unbewohnt und stört die Erde aufgrund von Kollision oder Fast-Kollision empfindlich. Wie gesagt, es sind zwei völlig verschiedene Ansätze.

Sitchins Nibiru-Theorie ist mindestens so schockierend wie in den 50ern die Theorie des Wissenschaftlers Imanuel Velikovsky, der behauptete, der Planet Venus wäre ein Komet, der vor 3600 Jahren dem Jupiter entsprungen sei, und die Erde fast gerammt hat und mehrere globale Katastrophen ausgelöst hatte, bevor er in eine stabile Erdumlaufbahn eingependelt ist. Alle alten Zivilisationen hätten Aufzeichnungen darüber. Klingt nach Schwachsinn? Dann bitte das hier schlucken: Als Albert Einstein starb, lag auf seinem Nachttisch ein einziges Buch: Velikovskys “Welt in Aufruhr”, also das Buch über die wandelnde Venus. Aber das ist eine andere Geschichte.  Und sie hat möglicherweise mehr mit einer anderen Theorie zu tun: mit Planet X 2012.