Mythen Chinas

Archaische Mythen

Die archaischen Mythen Chinas erzählen von einer fernen und mysteriösen Welt, die das Volk der chinesischen Urgesellschaft gegenüber ihr Rätselhaftigkeit zu deuten versuchte und in phantastische Bilder und Geschichten kleidete.Diese Mythen sind kollektive Schöpfungen. Zunächst mündlich überliefert, wurden sie später aufgezeichnet, als sich die chinesische Schrift entwickelte. Sie sind ein Spiegel der Urgeschichte. Zu ihnen zählen Mythen über den Ursprung der Welt, wie beispielsweise „Pangu erschafft die Welt“, oder „Nüwa erschafft die Menschen“, oder „Nüwa macht den Himmel wieder ganz“; ferner Mythen, die den Kampf der Menschen gegen die Natur beschreiben, wie „Houyi beschießt die Sonnen“, oder „Kuafu verfolgt die Sonne“, oder Jingwei füllt das Meer mit Entschlossenheit auf“; weitere Mythen, die selbstlose Aufopferung preisen, sind beispielsweise „Shennong probiert die Heilkräuter“ oder „Gun und Yu bekämpfen die Wassermassen“ und viele mehr.

Kuafu verfolgt die Sonne

„Nüwa macht den Himmel wieder ganz“: In grauer Vorzeit stürzte der Himmel eines Tages plötzlich ein, und ein großer Riss tat sich auf, so dass die Erde von einer schrecklichen Flut heimgesucht wurde und die Menschen wilden Tieren und Raubvögeln ausgeliefert waren. Große Not und großes Elend waren die Folge. Doch da kam die Mutter der Menschheit – die Göttin Nüwa – herbei, um ihre Geschöpfe zu retten. Sie schmolz Steine von fünf Farben (blau, weiß, gelb, rot und schwarz) und füllte damit den Riss im Himmel aus. Und die Menschen führten fortan wieder ein glückliches Leben.

Nüwa macht den Himmel wieder ganz

„Gun und Yu bekämpfen die Wassermassen“: Yu und sein Vater Gun bekämpften die Überschwemmungen, um die Menschheit aus dieser großen Not zu retten. In grauer Vorzeit kam es in China zu riesigen Überflutungen, die das Land völlig überschwemmten. Gun stahl vom Himmelskaiser den Schatz „Xirang“, einen wundersamen Lehm, der die Eigenschaft hatte, unbegrenzt sich vermehren zu können. Damit versuchte Gun, die Wasser-massen aufzuhalten. Doch selbst nach neun Jahren konnte er der Überschwemmungen nicht Herr werden. Deshalb ließ der Himmelskaiser Gun töten. Drei Jahre später wurde Yu aus dem Bauch Guns geboren. Wie sein Vater versuchte auch Yu, die Fluten zu regulieren. Er allerdings tat es, indem er das Wasser ableitete. Innerhalb von acht Jahren ging er dreimal an dem Haus seiner Familie vorbei, ohne einzutreten. Nach unsäglichen Entbehrungen und Schwierigkeiten gelang es Yu schließlich, die Flüsse zu regulieren und stoppte so endlich erfolgreich die Überschwemmungen, und alle Flüsse flossen fortan in ihren jeweiligen Betten nach Osten und ins Meer.

In diesen schönen und berührenden Mythen spiegeln sich die Wünsche der damaligen Menschen wider, die sie umgebende Natur zu verstehen und zu beherrschen. Und sie erzählen vom Heldentum der Vorfahren des chinesischen Volkes, das sich vor keinen Schwierigkeiten fürchtete und unerschütterlich gegen Naturkatastrophen ankämpfte.

Diese überaus urromantisch archaischen Mythen haben die spätere chinesische Literatur so entscheidend beeinflusst, dass man sie mit Fug und Recht als deren Ursprung bezeichnen kann. Zahlreiche berühmte Schriftsteller späterer Generationen haben Wissen und Anregungen aus ihnen gesogen und so viele schöne und bewegende Werke geschaffen.

Quelle:http://www.chinadelightours.com/Chinesische-Kultur–Archaische-Mythen.html

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