Geschichte der Bibel

Auszug aus Der Betrug mit der Geschichte – Die
unveröffentlichte Geschichte des Alten Ägypten –
gekürzte Fassung
by Moustafa Gadalla. ISBN 1931446008
Copyright © 2001 von Moustafa Gadalla, Alle Rechte inklusive

Allgemeines
Die Erzählungen der Bibel über die Begegnungen zwischen den Israeliten und den Alten Ägyptern bilden seit langer Zeit einen festen Bestandteil des Wissens der Menschheit. Durch diese Überlieferungen aus der Vergangenheit wird das Alte Ägypten bis heute als das “auserwählte Volk” betrachtet. In diesem Buch wollen
wir versuchen, die damaligen Geschehnisse, die dazu führten, von zwei Seiten aus zu betrachten, um herauszufinden, was sich tatsächlich ereignet hat. 

Zwischen dem Alten Ägypten und Israel gab es auf jeden Fall bis zu dem Zeitpunkt, als Moses und seine Mutter auf der Bildfläche erschienen, recht gute Beziehungen. Dann aber verursachten Moses und seine Mutter den sogenannten Exodus, der die Ägypter
und die Israeliten letztendlich zu erbitterten Feinden werden ließ. Man könnte die Ereignisse auch als Scheidung bezeichnen, bei der selbstverständlich – wie bei jeder Scheidung – auf beiden Seiten heftige Vorwürfe und Anklagen erhoben wurden. Von da an gingen sich die beiden permanent aus dem Wege, aber die folgenden Generationen mußten – wie die Kinder nach jeder Scheidung – für die Fehler ihrer Vorfahren bezahlen und tun es bis heute.

Wenn wir vernünftig an die Sache herangehen und die damaligen Ereignisse in Ruhe und mit Abstand betrachten, kommen wir zu dem Schluß, daß sich bestimmte Teile des Alten Testaments durch Fakten aus der ägyptischen Geschichte plötzlich völlig logisch einordnen lassen. Dabei werden wir feststellen, daß zahlreiche Geschichten aus der Bibel, die von vielen Menschen bisher für reine Märchen gehalten wurden, vor dem neuen Hintergrund auf einmal glaubhaft werden. Alles, was dazu nötig ist, ist die nötige Offenheit. Wir müssen jede Form von Egoismus und Sturheit beiseite legen, die uns daran hindern könnte, die Dinge rational zu sehen.
• Die ganze Welt befand sich im Jahre 1947 und in den folgenden Jahren in heller Aufregung, als die Schriftrollen am Toten Meer gefunden wurden. Leider wird aber bis heute der größte Teil der Entdeckungen, die aus diesen Funden resultierten, vor der Welt geheimgehalten. Der Inhalt der wenigen freigegebenen Schriftrollen widerspricht völlig dem gegenwärtigen Glauben auf der Grundlage der Bibel. In den folgenden Kapiteln werden wir noch näher auf den Inhalt dieser freigegebenen Schriftrollen eingehen.
• Mit diesem Buch möchten wir die authentischen Figuren der Geschichte   identifizieren, die der Bibel als Vorbilder gedient haben. Es ist jedoch NICHT unsere Absicht, die theologischen Auffassungen über ihre Lebensgeschichte und die Lehren,
die sich daraus entwickelt haben, anzugreifen.
• Die Bibel, die dafür bekannt ist, selbst Namen von Personen, Orten und  Wasserquellen zu erwähnen und mit einzubeziehen, die in vielen Fällen gar nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben, nennt im Widerspruch zu dieser üblichen Praxis bei den entsprechenden Ereignissen im Alten Ägypten nicht ein einziges Mal den Namen eines Pharaonen oder seinen Wohnort.
Einer der zahlreichen Pharaonen, die in der Bibel erwähnt werden, hat Abraham’s Frau geheiratet. Ein anderer gab Joseph Arbeit und machte ihn zu seinem Wesir (dem höchsten Offizier des Landes). Nach seinem Sieg behielt der Pharao Joseph in seinen
Diensten. Auch in der Geschichte von Moses tauchen einige Pharaonen auf. Salomon heiratete die Tochter eines Pharaonen. Dazu schreibt die Bibel: “der Pharao, der Joseph nicht kannte” bzw. “der Pharao der Unterdrückung”. Wäre es für all diese Beispiele nicht wesentlich einfacher und viel logischer gewesen, die Namen dieser
Pharaonen zu nennen? Warum wurden alle ihre Namen verschwiegen? Es kann nur eine Erklärung geben. Sie müssen absichtlich weggelassen worden sein. Aber wieso?
Die Ägyptologen, die bisher den Versuch unternommen haben, die in der Bibel erwähnten Pharaonen zu identifizieren, waren meistens nicht wenig erschrocken, als sie die Antworten fanden. Viele von ihnen schlichen daraufhin nur noch ständig um
den heißen Brei herum und zwingen uns dazu, ausschließlich zwischen ihren Zeilen nach der Wahrheit zu suchen. In jedem Konflikt zwischen historischen Fakten und religiösen Überzeugungen bewegt man sich nun einmal auf unsicherem,
höchst empfindlichem Boden.
• Der Mangel an historischen Beweisen zur Bestätigung des Wahrheitsgehaltes der Geschichten des Alten Testaments hat dazu geführt, daß die Gelehrten sich heute in drei Gruppen aufteilen, die eine jeweils von den anderen abweichende
Meinung vertreten. Dabei handelt es sich um die folgenden Hauptgedanken:
1. Einige vertreten die Auffassung, daß man jede Zeile des Alten Testaments trotz all der zahlreichen Widersprüche tatsächlich wörtlich nehmen muß. Oftmals verlangen sie
jedoch gleichzeitig rationale oder sogar wissenschaftliche Erklärungen für die beschriebenen Ereignisse, um diese unter den Bedingungen ihres eigenen Leben begreifen und einordnen zu können.
2. Andere wiederum halten das Alte Testament hauptsächlich für eine rein historische Abhandlung, die bei der Umwandlung der ursprünglich ausgiebig ausgeschmückten mündlichen Überlieferungen in die anschließende schriftliche Version durch die verschiedenen Verfasser der Bibel verzerrt und verändert wiedergegeben wurde. 

3. Noch andere meinen, das Alte Testament wäre nichts weiter als eine Sammlung von Märchen, Fabeln und  Mythen, die als Grundlage zur weiteren Auslegung und Nachdichtung angeregt hat.

Bei den Vertretern der erstgenannten Meinung handelt es sich um religiöse Idealisten, die widerspruchslos und blind glauben, ohne dabei jemals ernsthaft nach logischen
Beweisen und/oder den Gründen fragen. Blinder Glaube ist gut und schön, solange man auch dazu steht, daß es sich ausschließlich um einen blinden Glauben handelt.
Der rationelle Beobachter wird jedoch spätestens auf den zweiten oder dritten Blick feststellen, daß etwas mit dem Inhalt der Bibel absolut nicht stimmt. In der Bibel werden historische Ereignisse und erfundene Geschichten unter dem Einfluß der damaligen politischen und religiösen Streitigkeiten vermischt. 


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